Trauerbegleitung

"Es ist sehr schwierig zu lernen, sich wieder am Leben zu beteiligen,
wenn man jemanden, den man liebt, verloren hat.
Aber nur das gibt dem Tod dieses Menschen einen Sinn."

Der Tod passt nicht in unser Konzept, er nimmt das, woran die Menschheit hängt. Der Verlust eines nahestehenden Menschen stürzt die Hinterbliebenen in eine besondere Lebenslage. Neben dem Trost, den man in dieser Lebenssituation sucht, braucht man Menschen, die einem Rat und Halt in dieser schweren Zeit geben.

Mit dem Abschied leben

Unser Leben wird von Kindheit an von vielen Abschieden begleitet. Trennungen zu akzeptieren fällt einem schwer, dabei weiß man noch nicht was es bedeutet, von einem geliebten Menschen verlassen zu werden. Diese Zeit des Loslassens ist geprägt vom Begreifen des Todes. Doch hier wird der Grundstein für die spätere Bewältigung der Trauer gelegt.

Unser Anliegen ist es, wenn jemand aus unserer Gemeinschaft stirbt, "Auf Wiedersehen" zu sagen, zu danken und zu verzeihen. Diese Möglichkeit hat man in der Zeit der Aufbahrung, bei den Rosenkränzen und bei der Beerdigung. Bei dieser Gelegenheit können wir den Trauernden zur Seite stehen, mit ihnen reden und ihnen auch viele Tätigkeiten abnehmen. Zum Teil ist dies die Aufgabe des Bestattungsinstitutes, aber auch alle, die in einer Gemeinschaft leben, können ihren Beitrag leisten. Dies gelingt vor allem, wenn wir ein Zeichen setzen, dass wir für einander da sind.

Den Angehörigen hilft dabei das persönliche Abschiednehmen zu Hause, im Seniorenheim oder in der Klinik und später die Möglichkeit immer wieder zur Aufbahrung zu gehen. Diese Möglichkeit sollte man auch allen geben, die diesen Menschen gekannt haben. Bei der Beerdigung erleben wir auch das Gefühl der Geborgenheit sowie das Miteinander in der Dorfgemeinschaft.

Es ändert sich im Ablauf der Trauer nichts, ob der Verstorbene nach dem Sterbegottesdienst in das Grab kommt oder in das Krematorium zur Einäscherung gebracht wird. Viel mehr besteht die Möglichkeit im Familienkreis bei der Urnenbeisetzung noch einmal über das gemeinsame Leben nachzudenken, zu reden oder auch für den Verstorbenen zu beten.

Die Bewältigung der Trauer fällt uns immer schwer, aber wir haben eine gute Basis für die Zukunft, wenn wir lernen mit dem Tod umzugehen und dann die Zeit der Trauer nützen, uns auf die geänderten Lebensbedingungen einzustellen.

KIT = Krisenintervention

Multiprofessionelle Teams bestehend aus Fachleuten der Bereiche Psychologie, Pädagogik, Theologie, Sozialarbeit, den Pflegeberufen, dem Rettungsdienst, der Polizei und Feuerwehr u. a. leisten psychosoziale Hilfe für Opfer und Angehörige nach traumatischen Ereignissen wie z.B. außergewöhnlichen Todesfällen.
Mehr Information unter www.sve-kit.info